Sicherheitsanalysen und Sicherheitsberatung

Viele kleine und Mittelständische Unternehmen, kurz KMU, legen heute mit der Industrie 4.0 die Weichen für den Erfolg für Morgen, um Wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schrauben kommunizieren mit Montagerobotern, selbstständig fahrende Gabelstapler lagern Waren in Hochregale ein, intelligente Maschinen koordinieren selbstständig Fertigungsprozesse. Menschen, Maschinen und Produkte sind direkt miteinander vernetzt: die vierte industrielle Revolution hat begonnen. Dadurch ergeben sich auch neue Risikopotentiale. Nahezu alle Unternehmen sind von der Veränderung von Risikostrukturen betroffen.

Während Produktionsverfahren, EDV-, Logistikkonzepte, Marketingstrategien und Forschung ständig den Veränderungen anpasst werden, bleiben häufig die Sicherheitsstrukturen und Sicherheitsmaßnahmen und bestehende Sicherheitskonzepte, die auf der Basis früherer Rahmenbedingungen entwickelt wurden, unverändert weiterbestehen oder werden ohne Präzise neue Sicherheitsanalyse reduziert.

Oft reagieren die betroffenen Unternehmer nach einem Eintritt im Schadensfall „Hätte ich mal…“.

Somit besteht heute in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen die Notwendigkeit:

-              aktuelle Sicherheitsanalysen durchführen,

-              neue Sicherheitskonzepte zu entwickeln oder bestehende                         anzupassen,

-              Sicherheitsziele neu zu definieren bzw. zu aktualisieren und in                 der Unternehmenskultur bzw. Sicherheitskultur zu verankern.

Eine Sicherheitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil eines ganzheitlichen und nachhaltigen Sicherheitskonzeptes in einem Unternehmen oder einer sonstigen Institution. Eine Sicherheitsanalyse macht es erst möglich, potentielle Risiken analytisch zu betrachten, einzuschätzen und auswerten zu können. Die Basis einer adäquaten Sicherheitsanalyse bildet eine ganzheitliche Risiko-, Schwachstellen- Gefährdungsanalyse.

Zunächst muss analysiert werden, welche potentiellen Risiken für ein Unternehmen bestehen, wie anfällig es dafür ist und wie hoch die zu erwartenden Schäden im Ereignisfall sind. Die Schadensauswirkungen beziehen sich dabei auf Menschen, Eigentum sowie die ideellen Werte, wie z.B. das Know-how des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Des Weiteren muss bestimmt werden, wie hoch die Eintrittswahrscheinlichkeit eines möglichen Risikos ist, denn daraus ergibt sich die grundlegende Anfälligkeit bzw. Verletzlichkeit eines Unternehmens.

In einer Sicherheitsanalyse können sämtliche Risiken beispielsweise in operative, strategische, wirtschaftliche, industrielle und implementierbare Risiken unterteilt werden. Während des gesamten Bewertungsprozesses gilt es zu berücksichtigen, dass auch eine entsprechende Risikoakzeptanz gegenüber koinzidierten Risiken in die Sicherheitsanalyse einzubinden ist. Die Risiken in einer Sicherheitsanalyse werden anschließend in einzelne Risikobereiche klassifiziert.

Zusammenfassend werden bei einer Sicherheitsanalyse Risiken ermittelt und bewertet, um daraus Gefahren und Bedrohungen für das Unternehmen abzuleiten. Dieser Prozess ist für ein erfolgreiches Sicherheitskonzept unumgänglich und maßgeblich, da erst auf Basis einer Sicherheitsanalyse Maßnahmen und Handlungsempfehlungen entwickelt werden können, die das Sicherheitsniveau in einem Unternehmen erhöhen.

Die auf ein Unternehmen einwirkenden Gefahren können vielfältiger Natur sein, z.B.:

•             Naturereignisse

•             Ereignisse in der Umgebung des Betriebes

•             Eingriffe Dritter (Straftaten, terroristische Bedrohung)

•             Eigentumsdelikte durch Mitarbeiter und Betriebsfremde

•             Sabotage

•             Spionage/Know-how-Diebstahl

•             Betriebsspezifische Risiken durch Produktionsverfahren                            und Schadstoffe

•             Arbeitsunfälle

•             Brand/Explosion

•             Technisches Versagen/Anlagenausfall

•             Umweltbeeinflussung

Ausgelöst werden können solche Schadensereignisse durch Zufall, Irrtum oder Absicht. Schäden können sich in allen Bereichen eines Industriebetriebes ergeben, so z.B:

•             Betriebsanlagen

•             Material

•             Produktionsmitteln (Maschinen)

•             Elektronische Datenverarbeitung (EDV)

•             Investitionsgütern (Gebäude, Anlagen)

•             Produktion etc. Immateriellen Werten

•             Fertigungsverfahren, Know-how, Informationen, Methoden

•             Organisation

•             Qualitätsstandards

•             Erfindungen, Patente

•             Personal

•             Ansehen der Firma in der Öffentlichkeit